App für Autohäuser und Kfz-Werkstätten

Termin buchen, Fahrzeugstatus sehen, Zusatzarbeiten per Tipp freigeben: welche App-Funktionen Autohaus und Werkstatt entlasten – und was das kostet.

Montagmorgen an der Annahme: Drei Kunden warten mit Schlüssel in der Hand, das Telefon klingelt, und die Frage am Apparat ist dieselbe wie gestern – „ist mein Wagen fertig?“ Später am Tag findet der Mechaniker beim Bremsenwechsel eine ausgeschlagene Koppelstange. Bevor er weitermachen darf, muss jemand den Kunden erreichen. Der ist in einer Besprechung. Der Wagen steht auf der Bühne und blockiert sie.

Dieser Engpass ist kein technischer, sondern ein Kommunikationsproblem. Und genau dort kann eine Werkstatt-App ansetzen – wenn man sie eng genug schneidet.

Der ehrliche Kern: Weniger Anrufe in beide Richtungen

Eine App repariert kein Auto schneller. Ihr Anspruch ist kleiner und dafür messbar: Sie soll die Zahl der Anrufe senken, die weder dir noch deinem Kunden etwas bringen. Drei Effekte, an denen sich so ein Projekt beweisen muss:

  • weniger Statusanrufe, weil der Kunde selbst sieht, ob sein Fahrzeug angenommen, in Arbeit oder abholbereit ist,
  • schnellere Freigaben, weil eine Zusatzarbeit mit Foto und Preis auf dem Handy landet und mit einem Tipp genehmigt wird – statt dass der Wagen auf der Bühne wartet,
  • weniger vergessene Termine, weil Erinnerungen an Hauptuntersuchung, Inspektion oder Reifenwechsel von der App kommen und nicht vom Zettel im Handschuhfach.

Ändert sich an diesen drei Punkten nichts, rechnet sich die App nicht. Das gehört vor jedes Angebot, auch vor unseres.

Was so eine App im Alltag übernimmt

Termin anfragen oder buchen. Der Kunde wählt Leistung, Wunschzeitraum und Fahrzeug aus; ob daraus eine feste Buchung oder eine Anfrage wird, die dein Team bestätigt, entscheidest du. Die zweite Variante ist einfacher zu bauen und passt zu Werkstätten, deren Planung im eigenen System läuft.

Fahrzeugakte. Kennzeichen, Modell, Kilometerstand, bisherige Aufträge – einmal angelegt, jedes Mal wieder da. Für Kunden mit mehreren Fahrzeugen der Punkt, an dem eine App dem Anruf wirklich überlegen ist.

Statusanzeige laufender Aufträge. Angenommen, in Arbeit, wartet auf Teil, abholbereit. Vier Zustände, die du ohnehin kennst – die App macht sie sichtbar, damit niemand danach fragen muss.

Freigabe von Zusatzarbeiten. Der Mechaniker fotografiert das Teil, das Büro hängt den Preis dran, der Kunde bekommt eine Push-Nachricht und tippt auf „freigeben“ oder „nein, danke“. Der Zeitpunkt, an dem das Fahrzeug die Bühne blockiert, wird damit kürzer – und die Freigabe ist dokumentiert.

Erinnerungen. HU-Termin, Inspektion nach Kilometern oder Zeit, Reifenwechsel im Frühjahr und Herbst. Eine Erinnerung, die zwei Wochen vorher kommt und direkt in die Terminanfrage führt, holt Aufträge zurück, die sonst zum Anbieter mit der besseren Erinnerung wandern.

Optional, aber nicht für den Anfang: Bezahlung in der App, eine Übergabe mit digitaler Unterschrift, ein Chat mit der Werkstatt. Alles machbar, alles teurer als der Kern, der zuerst funktionieren muss.

Rechne den Hebel mit deinen Zahlen

Fremde Zahlen helfen dir nicht, deshalb nur ein Muster. Angenommen, an der Annahme kämen täglich 15 Anrufe an, die nur nach dem Status fragen, und jeder kostete mit Nachschauen und Rückruf drei Minuten: Das wären 45 Minuten am Tag, in denen niemand annimmt, berät oder verkauft. Setz deine Zahlen ein und rechne die Freigabe-Wartezeiten dazu – diese Rechnung sollte entscheiden, nicht unsere.

Zuerst im eigenen System nachfragen

Die Frage, die gegen unseren Umsatz spricht: Bringt deine Werkstatt- oder Dealer-Management-Software eine Online-Terminbuchung oder ein Kundenportal vielleicht schon mit, das nur nie eingerichtet wurde? Dann ist das die günstigste Lösung – dafür brauchst du uns nicht. Frag zuerst deinen Systemanbieter, dann uns.

Bleibt es bei der eigenen App, ist die zweite Frage die nach der Anbindung: Sollen Termine, Fahrzeugdaten und Auftragsstatus automatisch zwischen App und deinem System wandern? Über fremde Systeme stellen wir hier bewusst keine Behauptungen auf – ob es eine Schnittstelle gibt, was sie kann und kostet, beantwortet dein Anbieter. Ohne Anbindung pflegt dein Team den Status in der App von Hand; das ist ein zusätzlicher Handgriff pro Auftrag, aber ein planbarer. Mit Anbindung entfällt er, dafür hängt der Zeitplan an einem Dritten.

Datenschutz gehört an den Anfang

Kennzeichen, Fahrzeughistorie, Kontaktdaten, Fotos vom Fahrzeug: Das sind in der Regel personenbezogene Daten deiner Kunden. Wo sie liegen, wer darauf zugreift und wie sie gelöscht werden, gehört ins Konzept – nicht in die Nacharbeit. Die technische Seite steht in „DSGVO in Apps“; die Bewertung deines Einzelfalls gehört zu deinem Datenschutzbeauftragten oder Anwalt, nicht zu uns.

Die Hürde heißt Installation

Eine App hilft nur, wenn Kunden sie installieren. Bei Stammkunden mit zwei bis drei Werkstattbesuchen im Jahr gibt es dafür Anlass genug – erst recht, wenn die Erinnerung an die HU aus der App kommt. Bei Gelegenheitskunden ist die Hürde höher; dort kann ein Web-Zugang per Link aus der Auftragsbestätigung der bessere Weg sein › PWA oder native App?. Beides zusammen – App für Stammkunden, Web-Link für alle anderen – ist kein Kompromiss, sondern oft die pragmatische Antwort › was eine App wirklich genutzt macht.

Was so ein Projekt kostet

Unsere Starter-App zum Festpreis von 9.900 € netto in 4–6 Wochen kommt bewusst ohne Login und ohne eigenen Server aus. Für eine reine Erinnerungs- und Kontakt-App – HU- und Service-Erinnerungen auf dem Gerät, Werkstattinfos, Terminanfrage per Anruf oder E-Mail – reicht das. Für Status und Freigaben reicht es nicht, weil beide Seiten dieselben Daten sehen müssen › der Ablauf des Festpreis-Pakets.

Für die Version mit Fahrzeugakte, Status, Freigaben und Erinnerungen sähe eine Zusammenstellung aus unserer Preisliste so aus:

  • Basis – Konzeption, UI-Grundlagen, Projektsetup, Qualitätssicherung, Store-Release: 11.000–18.000 €
  • Cross-Platform, iOS und Android aus einer Codebasis: 7.500–12.000 €
  • Individuelles Design im Look deines Betriebs: 4.500–9.000 € – solide und systemnah ginge auch und kostet 0 €
  • E-Mail-Login mit Registrierung, Passwort-Reset und Profil: 3.000–5.000 €
  • Firebase oder Supabase als Backend: 4.500–9.000 €
  • Kamera und Foto-Upload für Freigaben: 3.000–6.000 €
  • Push-Benachrichtigungen für Status und Erinnerungen: 2.000–3.000 €

Macht rund 36.000–62.000 € und 11–18 Wochen. Fahrzeugakte und Statuslogik stecken im Basis- und Backend-Anteil.

Je nach Zuschnitt kommt dazu: die Bearbeitungsansicht fürs Team als Web-Dashboard mit 6.000–11.000 €, Bezahlung in der App mit 4.500–7.500 €, eine Schnittstelle zu deinem Werkstattsystem mit 4.500–9.000 €. Dazu der Betrieb: als Faustregel 15–20 % der Projektsumme pro Jahr, bei uns Wartungspakete ab 150 € netto im Monat. Alle Preise netto zzgl. Umsatzsteuer – unser Angebot richtet sich an Unternehmen, Selbstständige und Organisationen. Nachrechnen kannst du selbst: App-Kosten-Rechner, Betriebskosten-Rechner, Herleitung in „Was kostet eine App?“.

Zu groß für den Anfang? Status plus Freigabe ist bereits ein vollständiger Nutzen; Terminbuchung und Erinnerungen bauen darauf auf › „Weniger App, mehr Erfolg“.

Fazit

Der planbare Nutzen liegt in der Kommunikation während des Auftrags: sichtbarer Status, Freigaben mit Foto, Erinnerungen, die Aufträge zurückholen. Zwei Fragen gehören an den Anfang – ob dein Werkstattsystem das nicht schon kann, und ob es angebunden werden soll.

Beim Sortieren hilft die Vorbereitungs-Checkliste. Erzähl uns im kostenlosen Erstgespräch, wie viele Aufträge ihr pro Woche annehmt, wie Freigaben heute laufen und welches System im Haus ist. Wir antworten werktags innerhalb von 24 Stunden – auch dann, wenn die ehrliche Antwort lautet: Frag zuerst deinen Systemanbieter.

Lass uns über deine App sprechen.

Kostenloses Erstgespräch, 30–45 Minuten: Du erzählst, wir fragen nach – und du bekommst eine Einschätzung zu Aufwand, Zeitplan und dem sinnvollsten ersten Schritt. Antwort werktags innerhalb von 24 Stunden.